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Eskalationsstufen Hund

Wie oft hört man den Satz: «Der Hund hat aus dem Nichts zugebissen.» Lass dir gesagt sein, dass ein Hund niemals einfach aus dem nichts zubeisst. Vorgängig hat er schon durch diverse Signale vorgewarnt, die du aber nicht deuten oder verstehen konntest oder gar übersehen hast. Deshalb ist es wichtig, die Eskalationsstufen eines Hundes zu verstehen und erkennen.

Die (De-) Eskalationsleiter:

Doch was bedeutet sie genau

Du musst wissen, dass Hunde Konfliktvermeider sind. Sie versuchen die aus ihrer Sicht bedrohlichen oder unangenehm werdender Situation zu entspannen oder zu vermeiden. Es gibt Hunde, die zeigen die Signale deutlicher an, als andere Hunde. Bei deinem eigenen Hund, wirst du mit der Zeit auch die kleinsten Anzeichen erkennen und deuten können. Bei fremden Hunden kann das manchmal etwas schwieriger werden, trotzdem solltest du bei jedem Vierbeiner aufmerksam sein und «zuhören» was dir ein Hund mitzuteilen hat.

Zum besseren Verständnis

Der grüne Bereich

  • Dein Hund erkennt von weitem ein fremder Mensch mit einem Hund. Er hat diese zwar registriert, da sie aber noch so weit entfernt sind, nimmt er sie nicht als Bedrohung war und steht ihnen entspannt und neutral gegenüber.
  • Der fremde Mensch mit seinem Hund kommt näher. Dein Hund gibt durch verschiedene Beschwichtigungssignale zu verstehen, dass er an einem Kontakt nicht interessiert ist.
    • Er setzt sich hin
    • Er wendet den Kopf ab
    • Er schleckt mit der Zunge über die Schnauze
  • Der fremde Hund kommt jedoch mit seinem Besitzer weiter auf deinen Hund zu. Auch jetzt wird dein Hund Beschwichtigungssignale aussenden wie zum Beispiel:
    • Er dreht sich um und gibt somit klar zum Ausdruck, dass er kein Interesse hat und in Ruhe gelassen werden möchte
    • Wegläuft und somit anzeigt: Ich bin keine Bedrohung, ich gehe.

Unter den Hunden sollte eigentlich nun alles gesagt und klar sein. Auch du solltest die Beschwichtigungssignale deines Hundes bemerkt haben und ihn nun unterstützen und nicht zwingen, in dieser Situation zu bleiben indem du zum Beispiel ein Gespräch mit dem anderen Hundebesitzer beginnst.

Doch nur weil dein Hund dem anderen Hund klar mitgeteilt hat, dass er kein Interesse hat, heisst das noch lange nicht, dass der andere Hund dies auch respektiert.

Der gelbe Bereich

  • Wenn dein Hund weiterhin von dem fremden Hund bedrängt wird, wird er weiterhin Beschwichtigungssignale anzeigen.
    • Er springt herum
    • Beisst in die Leine oder das Gras
    • Zeigt ein Verhalten wie im Welpenalter
    • Klemmt die Rute zwischen die Beine usw.

Der hellorange Bereich

  • Alle Beschwichtigungssignale wurden von dem fremden Hund ignoriert. Nun reicht es deinem Hund langsam. Er wird noch deutlicher. Er stellt die Nackenhaare auf und knurrt, Zähne werden gezeigt und gefletscht. Wenn jetzt der fremde Hund nicht aufhört oder keiner einschreitet, kann es brenzlig werden.

ACHTUNG! Hier ist es wichtig, dass du deinen Hund nicht bestrafst. Denn er macht nichts falsch, sondern gibt klar zum Ausdruck, dass er das nicht möchte und es wird einfach ignoriert. Stell dir vor, du signalisierst einem dich bedrängenden Menschen ganz klar, dass er dich in Ruhe lassen soll. Dies wird aber konsequent ignoriert. Und wenn du es ihm dann klar, deutlich und unmissverständlich mitteilst, wirst du dafür bestraft.

 

Oranger Bereich

Die beiden Hunde stehen sich gegenüber und die Bedrohlichkeit nimmt zu. Beide Hunde schnappen momentan noch in die Luft. Doch aus den Drohungen wird nun ernst.

Hellroter Bereich

Aus Luftschnappen wird Schnappen. Es bleibt jedoch noch bei oberflächlichen Angriffen, die zu keinen Verletzungen führen. Im besten Falle gibt der andere Hund nun auf und zieht sich zurück. Geht es aber weiter, kommt es jetzt zu….

Rot

Jetzt wird es richtig ernst. Die Hunde beissen zwar noch nicht mit voller Kraft, doch kann es bereits zu Hautverletzungen und Blutergüssen kommen. Wenn die Hunde jetzt nicht getrennt werden können, kann es zu sehr schweren Verletzungen und blutenden Wunden kommen.

 

Versuche immer, dich und dein Hund vor solchen Situationen zu schützen. Wenn du siehst, dass dein Hund gegenüber anderen Hunden Beschwichtigungssignale aussenden, diese aber ignoriert werden, verlasse mit ihm die Situation. Genauso wenn dein Hund einen anderen Hund bedrängt und dessen Beschwichtigungssignale ignoriert. Denn solche emotionalen Begegnungen, können starke Auswirkungen auf einen Hund haben. So können beispielsweise zukünftige Hundebegegnungen ein Problem werden.

Lerne die Signale deines Hundes zu deuten und verstehen. Weiteres dazu findest du hier.

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